Transalpes BM 650B 2016

Seit dem Jahr 2014 bin ich inzwischen als Teamfahrer für Transalpes unterwegs und auf dem Transalpes BM 650B an den Rennen und auf den Trails unterwegs. Nach diesen zwei Jahren wurde es nun mal Zeit für ein neues Bike. Ich habe lange am 29er herumstudiert, da darauf viel Spass auf den Trails und auch an der TrailTropy Lenzerheide hatte, schlussendlich, habe ich mich aber doch wieder für das etwas wendigere 650B entschieden.
Das Bike ist aber schon nicht ganz dasselbe wie mein früheres. Das offensichtlichste ist wohl die Farbe, das Neon-Orange leuchtet richtig starkt. Auch an der Geometrie hat sich ein bisschen was geändert, das Bike ist etwas kürzer und der Lenkwinkel flacher geworden und auch einige schöne Details wurden angepasst.

komplett

Im grossteil sind die Komponenten ähnlich geblieben, Räder von Stans, Federung von Rockshox mit Pike und Monarch+, 1*11 Schaltung von Sram und der Rest von Kindshock, Kore und Acros.
Detailliertere Informationen und Teileliste gibts auf der Detailseite des Bikes.

Vielen Dank an dieser Stelle auf jeden Fall nochmals an Stefan von Transalpes, dass ich nochmals teil des Teams sein darf!

Transalpes BM 29: Test in den Bergen

Da die Federgabel von meinem Bike an der Bike Attack kaputt gegangen ist und seither im Service ist, fehlt mir zur Zeit ein Fully. Für die Hometrails habe ich noch mein Hardtail aber auf gröberen Trails in den Bergen macht ein Fully halt schon mehr Spass. Ich wollte aber schon lange mal das Transalpes BM 29 testen, sozusagen der grosse Bruder von meinem BM 650B.

Da ich das Rennen der European Enduro Series am vergangenen Wochenende in Molveno Paganella aus verschiedenen Gründen nicht fahren konnte/wollte, war dies die Gelegenheit um das Bike mal zu testen. So gings von Samstag bis Dienstag ins Engadin und die Lenzerheide, perfekte Gebiete um so einem Bike mal auf den Zahn zu fühlen. (Detailliertere Tourenberichte folgen natürlich noch)

Transalpes BM 29

Das ausgeliehene Bike war komplett mit XTR Bremsen und Schaltung ausgestattet, vorne mit einer Pike und hinten einem Monarch Plus. Bei meiner Grösse von 181 cm bot sich natürlich ein M an.
Beim ersten draufsitzen merkte ich schnell, dass der Lenker extrem hoch oben war und so kamen die Spacer unter dem Vorbau auch schnell weg. Aber auch ohne Spacer und einem leicht negativen Vorbau kam mir das Cockpit im Vergleich zu meinem BM 650B noch recht hoch vor.

Lenzerheide

Die erste Abfahrt mit dem Bike machte ich auf dem Olympia Flowtrail in St. Moritz und das war wie erwartet nicht gerade die Parade-Disziplin vom Bike. Der Trail ist extrem flowig, mit vielen teils recht engen Anliegern und kleinen Sprüngen. Da bringen die grossen 29er Räder natürlich keinen Vorteil und man muss deutlich mehr arbeiten um so sauber um die Kurven zu kommen.

WM Flowtrail

Am nächsten Tag stand dann der Suvretta Loop auf dem Programm. Zuerst hoch auf den Piz Nair (mit Schnee) und danach runter zum Suvretta-Pass und weiter nach Bever. Der Trail runter nach Bever ist dann schön steinig und teils auch etwas verblockt. Hier spielen die grossen Räder natürlich ihren Vorteil aus um man rollt viel einfacher über die Hindernisse rüber. Wo man mit den kleineren Rädern vielleicht mal hängen geblieben wäre, gehts mit den 29ern halt doch noch vorwärts. So bin ich doch einige Linien gefahren, wo ich mit dem 650B wohl hängen geblieben wäre oder zumindest mehr hätte reintreten müssen.

Suvretta Loop

Dasselbe dann auch am Dienstag in der Lenzerheide. Der Trail runter zur Alp Sanaspans ist doch eher verblockt und teilweise auch recht eben um mit dem 29er bin ich recht gut dort duchgekommen. Klar, bei verwinkelten Stellen muss man nach wie vor gut zirkeln, aber das Hinterrad versetzen fand ich mit dem 29er nicht schwieriger als mit dem 650B.

Alp Sanaspans

Zudem bietet das Transalpes BM 29er vorne und hinten 160mm Federweg, was Unebenheiten weiterhin sauber wegbügelt. Dadurch habe ich mich in verblockten Stellen doch recht sicher gefühlt.

Alp Sanaspans

Nach einiger Angewöhnungszeit machten dann auch die Flowtrails immer mehr Spass und ich konnte die Anlieger auch immer flüssiger fahren und auf den Sprüngen viel mehr spielen. Klar, das 29er ist nicht das verspielteste Bike, aber mit der Zeit haben mich die grösseren Räder nicht mehr wirklich gestört und ich konnte auf den Trails auch auf die jagt nach Downhillern gehen.

Whip it!

Fazit vom Transalpes BM 29:

Ich hatte auf dem 29er wirklich viel Spass und nach einiger Eingewöhnungszeit habe ich mich auch wohl gefühlt, was vermutlich aber auch etwas daran liegt, dass ich die Transalpes Geometrie und Kinematik schon sehr gut kenne.
Bergauf geht das Bike sowieso sehr gut, auch wenn das Vorderrad aufgrund des leicht höheren Cockpits etwas schneller hochkommt.
Bergab macht das Bike besonders auf verblockten Trails richtig Spass, die Räder rollten halt doch etwas besser über Hindernisse und der Gripp ist auch leicht etwas besser (trotz einem Hans Dampf am Vorder- und Hinterrad). Auf wirklich flowigen Trails  ist man mit kleineren Rädern sicher besser beraten, die gehen einfach besser um die Kurven und lassen sich schneller wieder aus der Kurve beschleunigen, aber wenn man sich etwas daran gewöhnt hat, geht auch das recht gut.

WM Flowtrail

Für nächste Saison benötige ich ja mal wieder ein neues Bike und das Transalpes BM 29 ist sicher in der engeren Auswahl.

Lenzerheide Wallride

Transalpes Big Mountain 650B

Mein Bike für diese Saison, das Transalpes Big Mountain 650B. Ich bin das Bike letzte Saison schon gefahren und hatte viel Spass damit und nun freue ich mich schon auf die neue Saison damit. Im März war das Bike nach einem Jahr endlich mal im wohlverdienten Service und bekam neue Lager und Dichtungen sowie weitere kleine Updates.

Transalpes Big Mountain 650B
Transalpes Big Mountain 650B

Neu ist zum Beispiel der „South-Paw“ Hebel für die Kindshock, welcher das Absenken der Sattelstütze massiv vereinfacht. Zudem wurde das Standard-Kettenblatt der SRAM XX1 Kurbel durch ein Direct-Mount von Works-Components ausgetauscht, wie bisher aber eines mit 34 Zähnen.

Bis zum ersten Rennen wird es voraussichtlich aber noch einige weitere Änderungen geben, zum Beispiel bei den Reifen da sich die Schwalbe Reifen nicht als sonderlich haltbar präsentiert hatten.

Weitere Fotos und auch eine detaillierte Teileliste ist hier zu finden.