Megavalanche 2017 – wenns mal nicht so läuft

Dieses Jahr gings für mich wie schon erwähnt zum vierten mal an die Megavalanche in der Alpe d’Huez. Wir waren dieses Jahr zu viert unterwegs und wegen dem Enduro d’Oz Rennen am Mittwoch fuhren wir auch schon am Montag runter. Geplant waren somit Training am Montag & Dienstag, dann das Enduro d’Oz am Mittwoch, am Donnerstag nochmals etwas Training, danach die Qualifikation am Freitag und das Rennen am Samstag oder Sonntag. Mein Ziel war eigentlich das Hauptrennen am Sonntag fahren zu können.

Am Montag kamen wir am Nachmittag in Alpe d’Huez an und nachdem wir unser Appartement in Beschlag genommen hatten schwangen wir uns noch kurz auf die Bikes. Die Zeit reichte noch für 2 Abfahrten auf der Quali-Strecke.

Am Dienstag gings dann zuerst mal hoch auf den Pic Blanc auf 3330 um die gesammte Renn-Strecke ab zu fahren. Aufgrund des schönen Wetters und den hohen Temperaturen war der Schnee oben schon extrem weich und von den Fahrern die vor uns oben waren gab es schon tiefe Spuren. Wobei wir zugegeben auch eher spät oben waren. Darum war der Teil durch den Schnee so richtig anstrengend. Wo es steil genug war konnten wir etwas fahren/rutschen, unten war dann aber schieben angesagt.
Dafür war der rest der Strecke genial zum fahren. Grösstenteils natürlich staubtrocken, oben richtig lose und rutschig unten dann super-staubig und wenn man nicht der erste der Gruppe war, hat man den Boden kaum gesehen vor lauter Staub.

Nach einer Verpflegungspause gings nochmals nach oben zum Start der Quali-Strecke, welche wir diesmal von ganz oben abgefahren sind. Da lag auch noch etwas Schnee drin, aber wirklich nicht mehr viel.

Am Mittwoch stand dann wie erwähnt das Enduro d’Oz Rennen auf dem Programm, einen detaillierten Rennbericht gibt es hier.

Am Donnerstag sind wir es dann eher ruhig angegangen um uns für die Qualifikation am Freitag zu schonen.

Qualifikation

Am Freitag gings dann zum ersten mal um die Wurst denn die Qualifikation stand auf dem Programm. Mir wurde die Startnummer 297 zugewiesen womit ich in der zweite Quali Heat mit Start um 10 Uhr war, dies leider aber nur auf dem Platz 97. Pro Heat sind immer maximal 150 Fahrer eingeteilt, in der ersten also 1-150, in der zweiten 201-350 usw.
Nachdem ich letztes Jahr richtig lange bei der Bahn warten musste um zum Start zu kommen, ging es dieses Jahr erstaunlich Problemlos und ich hatte oben noch etwas Zeit um mich für den Start vorzubereiten.

Kurz nach 10 Uhr gings dann los und leider war ich halt wieder recht hinten eingereiht und bin beim Start recht schlecht weggekommen. Der Start ist bei der Mega eigentlich der beste Ort um noch Plätze gut zu machen, weiter unten hat sich alles schon in die Länge gezogen oder man kann kaum überholen. So habe ich dann versucht soweit wie möglich nach vorne zu kommen, was eher mässig funktioniert hat. Leider haben viele Fahrer auf den Singletrail keinen Platz gemacht. Schlussendlich bin ich dann auf dem Platz 43 ins Ziel gekommen, was für mich etwas enttäuschend war, da dies nicht fürs Hauptrennen gereicht hat.

Rennen

Mein Platz 43 in der Quali hat schlussendlich für die Reihe M gereicht, leider etwas schlechter als letztes Jahr und die dritte Reihe im Megachallenger-Rennen. Das hatte allerdings den vorteil, dass ich nicht so nervös war wie letztes Jahr mit der ersten Reihe. Ich musste am Samstag dann aber doch sehr früh aufstehen und auf die Bahnen auf den Pic-Blanc. Zum Glück war das Wetter gut und es war auch schon recht warm, wodurch es oben recht angenehm war und wir alle nicht frieren mussten. Dafür war klar, dass der Schnee alles andere als gut sein wird.

Nach einiger Zeit warten, konnten wir dann mal einstehen, vor uns allerdings noch die Bikes und die Damen.
Um 09:40 gings dann los und mit dem Chaos. Wie erwartet bin ich nicht sonderlich gut weg gekommen und mit dem weichen Schnee war recht wenig fahrbar und wie erwartet war auch alles richtig Chaotisch. Oben konnte man etwas fahren und rutschen während man unten in der Ebene wieder viel schieben musste. Ich war dann richtig froh, als ich endlich wieder festen Grund unter den Reifen hatte. Nur musste ich bei der ersten Trettpassage welche kurz nach dem Schnee ist feststellen, dass mein Schaltwerk gebrochen ist. Anfangs dachte ich noch, dass sich die Kette irgendwo verklemmt hat, was aber nicht der Fall war. So blieb mir nichts anderes übrig als Schaltwerk und Kette ab zu montieren damit mir nichts in die Speichen kommt und dann halt ohne Kette weiter zu fahren. Und bei der ganzen Übung war schon so viel Zeit drauf gegangen, dass das ganze Feld schon durch war.

So habe ich versucht das beste daraus zu machen und das Rennen trotzdem zu geniessen, der Druck war nun ja weg. Bergab hatte ich viel Spass auf der Strecke und überall wo es ebene war oder berghoch ging war halt schieben angesagt. Bei den Downhills konnte ich immerhin noch einige Fahrer überholen, aber die meisten überholten mich berghoch halt wieder.

Schlussendlich benötigte ich dieses Jahr 1:30 für das ganze Rennen, als gut eine halbe Stunde länger als letztes Jahr und irgendwie hat es halt doch wieder Spass gemacht. Klar, es war nicht das Resultat auf das ich gehofft habe, aber es kann nicht immer so laufen wir man will. Und ein gebrochenes Schaltwerk ist immer noch besser als ein gebrochener Knochen.

Enduro d’Oz 2017 – Und sie irrten planlos umher

Dieses Jahr fand am Mittwoch vor der Megavalanche zum ersten mal ein Enduro-Rennen namens „Enduro d’Oz“ statt. Angesagt waren drei Stages und ein Barbecue zu einem Preis von gerade mal 20 €, wofür wir uns natürlich anmeldeten. Ich ging da ohne grosse Erwartungen ans Rennen, weder an das Rennen selber, noch ans BBQ und auch nicht an meine Leistung, denn zwei Tage vor der Quali wollte ich nicht Vollgas geben und auch nichts riskieren.
Am Dienstagabend konnten wir unsere Startnummern abholen und da hingen dann auch die ersten Informationen aus. Drei Stages, jeweils nach Oz oder etwas weiter runter, also eher lang.

Mein Start war um 10:11, meine Kollegen mussten etwas früher los und so nahmen wir die Mega-Strecke bis runter nach Oz zum einfahren. Kurz nach 10 Uhr gings für mich dann los, zuerst mal mit der „Telecabine Poutran“ ganz nach oben und dann noch etwas hochtreten bis zum Start. Die Startreihenfolge wurde strikt eingehalten und eigentlich mussten gleich zwei Fahrer gleichzeitig starten, der Kollegen mit der Nummer 166 der mit mir hätte los müssen ist aber nicht aufgetaucht.

Stage 1

So gings dann los auf den Trail und schon kurz später war ich ratlos wo es jetzt genau hingeht, da an der Verzeigung nichts angeschrieben war. Ich dachte da mal im Zweifelsfall gerade aus, der Fahrer hinter mir folgte und auch einige Zuschauer meinten, dass das die richtige Strecke ist. Wie sich kurz darauf herausstellte war das aber nicht so und wir standen irgendwo im Gemüse. Nach etwas schieben, fluchen und wundern fand ich dann auf die Strecke zurück, wollte aber gar nicht wissen wieviel Zeit ich verloren hatte. Der Rest der Stage war dann aber recht cool und vor allem sehr lang, wir vernichteten da 950 Höhenmeter auf eher rauen Trails. Wenn man die Strecke etwas gekannt hätte, hätte man aber an sehr vielen Orten schneiden können.

Unten angekommen, mussten wir hoch nach Oz treten. Nicht wahnsinnig lange, aber alles auf Asphalt und an der Sonne, dafür gings von Oz wieder mit der Bahn weiter, diesmal allerdings nur bis zur Mittelstation.

Stage 2

Gleich unter der Bahn war der Start der zweiten Stage welche uns die schwarze Strecke bis runter nach Oz führte (mit einigen Umwegen gegen Ende). Die war recht spannend und Anspruchsvoll zu fahren, hat aber richtig Spass gemacht. Auch wenn es sicher bessere Linien als meine gegeben hat.

Stage 3

Unten angekommen gings nochmals auf die Bahn und wieder zum Start der ersten Stage, welcher auch der Start der dritten war. Dort waren inzwischen aber auch deutlich weniger Fahrer am Start.

Der Anfang der Stage war dann wieder derselben wie bei die der ersten, diesmal allerdings etwas besser markiert und ich habe grösstenteils den richtigen Weg gefunden. Je länger die Stage war, desto komischer und schwieriger wurde sie aber. Während wir anfangs noch auf befestigten Wegen unterwegs waren, wechselte es später auf neu rausgehackte Wiesen- und Waldwege. Zwei mal mussten wir unsere Bikes über eine Bach tragen und auch sonst war noch etwas schieben angesagt. Zudem versteckten sich häufig Löcher und Steine in der Wiese und auch die Linie war oft schwierig zu erkennen, bzw manchmal auch der ganze Weg.

Schlussendlich war ich froh, ohne Sturz im Ziel zu sein, denn Stage 3 war wohl eine der schwierigsten Stages die ich je an einem Rennen gefahren bin.

Immerhin gabs dann noch etwas zu Essen, was völlig Ok war alles in allem waren die 20€ wohl passen für so ein Rennen. Schlussendlich wurde die erste Stage komplett von der Wertung gestrichen, da sich so viele verfahren haben und das reichte mir am Schluss für den Platz 41 von 99 gewerteten Fahrern, was ganz Ok war.

CET Muhlbach sur Bruche – steil ist geil

Der dritte Lauf der CET fand letztens im kleinen Dorf Muhlbach sur Bruche im nördlichen Elsass statt. Wie üblich fand das Rennen am Sonntag satt, war aber etwas weit weg um am morgen hin zu fahren. Da das Wetter schön war gings schon am Samstag Vormittag los, allerdings zuerst in den Bikepark Lac Blanc, welcher wirklich sehr empfehlenswert ist.
Am Abend machten wir die Bikes auf dem Hotelparkplatz in Molsheim noch ganz fertig für den den nächsten Tag.

CET EVB

Der Sonntag begrüsste uns dann noch etwas bewölkt, dafür nicht so heiss und Regen war auch keiner angesagt. Nach einer kurzen Fahrt nach Muhlbach sur Bruche konnten wir die Startnummern abholen, uns und die Bikes noch fertig machen und da keine Leute beim Start waren gings auch gleich um 9 Uhr schon los auf die Strecke.
Der Anstieg zur ersten Stag war recht angenehm, auch wenn es im Fullface-Helm schon etwas warm wurde, dafür hatten wir oben genug Zeit um etwas abzukühlen.

Die erste Stage war mit 700 Metern recht kurz und da ist es mir nicht sonderlich gut gelaufen und bin gar nicht in den Flow gekommen.

CET Muhlbach sur Bruche

Nun gings aber weiter zur Stage 2 und das war auch gleich der längste Transfer, da aber vorbei an einem Verpflegungsposten wo auch Stage 2 vorbei führte.
Stage 2 war nun aber einiges länger als die erste und schön Abwechslungsreich. Einige recht steile Stücke drin, aber auch Highspeed und Tretpassagen. Da ist es mir auch besser gelaufen und hatte viel Spass.

Unten angekommen hiess es natürlich weiter zur nächsten Stage und auch hier kamen wir wieder am Verpflegungsposten vorbei.
Stage 3 war mit einer Länge von einem Kilometer wieder recht kurz dafür von oben bis (fast) ganz unten richtig Steil. Alles schön im losen Waldboden, zwar mit wenigen Wurzeln aber halt einem ordentlichen Gefälle. Da war es wichtig nicht zu schnell in die steilen Abschnitte zu fahren, denn Bremsen war darin nicht mehr möglich. Unten wurde es etwas flacher und schon war man im Ziel. Obwohl die Stage recht kurz war, war sie doch ordentlich anstrengend.
Im Ziel der Stag stand aber schon der nächste Verpflegungsposten für uns bereit, ich hatte das Gefühl mehr am essen als am Fahren zu sein.

Es folgte nun nochmals ein längerer Anstieg zur Stage 4. Inzwischen waren die Wolken weg und die Sonne schien, wodurch wir ordentlich ins Schwitzen kamen.

Stage 4 begann dann recht technisch. Wobei es nicht wirklich schwierig war die Stage zu fahren, es war schwierig die Stage schnell zu fahren und dabei auch das Schaltwerk mit runter zu nehmen, da hatte es recht viele Steine um die man herumzirkeln oder drüberspringen musste (und hoffen, dass dahinter nicht nochmals einer ist). Nach einer kurzen Tretpassage war es es auf der Stage nochmals steiler, bevor wir im Ziel ausgespuckt wurden. Nach einem kurzen Transfer waren wir wieder beim Verpflegungsposten, nun allerdings zum letzten mal.

Vom Verpflegungsposten gings nun nochmals kurz nach oben zur Stage 5. In der Beschreibung von Jerome hiess es da etwas von einem „rock slab“ und einer „sketchy bridge“. Der Stein war ein kleiner Drop, über den ich besser etwas mehr Speed gehabt hätte, aber es war fahrbar und die Brücke war gar nicht mal so sketchy. Allerdings habe ich leider eine Linkskurve nicht so sauber erwischt und habe einen kleinen Ausflug ins Gebüsch gemacht. Abgesehen von etwas verlorener Zeit, einem geprelltem Schienbein und Schulter ist aber nichts passiert.

Nun gings nochmals kurz hoch zur letzten Stage, bei welcher man zu zweit Starten konnte. Bei mir war da allerdings so langsam die Luft raus, vor allem auch was treten anbelangte, hatte aber trotzdem nochmals Spass auf der Stage.

Als Belohnung für die Strapazen gabs im Ziel aber einen ordentlichen Flammkuchen und natürlich etwas zu trinken.

Alles in allem war das wieder (wie erwartet) ein super Rennen unf für mich sogar das beste Rennen der CET. Geniale und teils anspruchsvolle Stages, schönes Wetter, gute Kollegen und immer was zu Essen. Das tröstet dann auch über den etwas enttäuschenden Platz 155 hinweg.

Trail Trophy Latsch 2017

Letztes Wochenende war es wieder soweit und in Latsch fand erneut die Trail Trophy statt, für welche ich mich vor kurzem noch anmelden konnte.
Der Wetterbericht sah recht gut aus, allerdings mit gewittern gegen Abend und dann vor allem auch Regen gegen Sonntag. Wegen dem angesagten Nass und den sowieso immer sehr trockenen und staubigen Trails habe ich auf den Rock Razor hinten verzichtet und einen Maxxis Agressor aufgezogen.

Transalpes BM 650

Am Freitagmorgen gings dann los nach Latsch und nach gut vier Stunden fahrt kamen wir auch kurz vor 13 Uhr dort an, mit genug Zeit um die Bikes und auch uns selber fertig zu machen. Nach der üblichen Begrüssung wurden die ersten Fahrer um 14 Uhr bei bewölktem Himmel auf die Strecke geschickt, wir starteten dann aber erst gegen 15:30.

Freitag – Trail Session

Für den Freitag war die Trail Session angesagt, das sind jeweils einige weniger technische dafür tretlastige Stages. Wie schon letztes Jahr gings mit eigener Muskelkraft hoch was nicht schlecht war um die Muskeln auf Betriebstemperatur zu bringen, auch wenn es sonst schon recht warm war. Los gings dann mit dem Trail namens „Trailzauber“ den ich schon mehrmals gefahren bin. An sich ein spassiger Trail aber mit einem fiesen Anstieg drin, bei dem ich jedes mal leide.

Trail Trophy Latsch 2017

Trail Trophy Latsch 2017

Drauf folgte ein weiterer Anstieg an der Burg vorbei weiter nach oben, mit einem recht steilen Schlussstück. Auch dieser Trail war nicht neu und sind wir letztes Jahr schon gefahren. Anfangs schön bergab und in der Mitte wieder mit einer Tretpassage.

Nach einem weiteren kurzen Anstieg folgte ein weiterer bekannter Trail, der Bierkeller-Trail. Auch wieder richtig spassig, wobei ich die scharfe Linkskurve wie schon letztes mal versaut habe.

Trail Trophy Latsch 2017

Nach einer kurzen Pause im Bierkeller gings zurück ins Event-Gelände wo es dann auch schon bald Pasta zum Abendessen gab.

Mittlerweile zeigte sich das Wetter eher von der wechselhaften Seite wodurch zuerst nicht klar war, ob die Night-Session am Abend gefahren wird oder nicht, schlussendlich sah es dann aber gut genug dafür aus.

Freitag – Night Session

Nachdem es dunkel genug war gings für die ersten Fahrer auf die Strecke, wir starteten dann erst kurz nach 22 Uhr. Wie erwartet und auch letztes Jahr schon Stand der Montani-Trail auf dem Programm. Kein High-Speed Trail, sondern viele kurven. Dieses Jahr wurde das Ganze durch die super-trockenen Bedingungen nochmals erschwert, denn der Boden wo richtig rutschig und zudem hing von den Vorfahrern auch viel Staub in der Luft welcher durch die Lampe schön erleuchtet wurde.
Leider bin ich da nicht so gut wie erhofft durchgekommen, was wohl hauptsächlich an meiner Technik in den engen Kurven liegt.

Samstag – All Mountain Session

Der Samstag begrüsste uns dann mit bestem Wetter und keiner Wolke am Himmel, was für den längsten Tag der TT auch sehr angenehm ist. Nach einem ordentlichen Frühstück gings dann los ins Event-Gelände, wo wir um 10 Uhr auf die Strecke geschickt wurden.

Auf dem Programm stand heute die Enduro Session mit Total 5 Stages. 3 am morgen, welche alle mit Muskelkraft erreicht werden mussten und am Nachmittag noch zwei Stages am Sonnenberg, dann aber mit Shuttle.

Die erste Stage war dann dieselbe wie gestern in der Night-Stage, also der Montani Trail. Bevor es aber auf den Trail ging, musste wir recht lange warten, was aber nicht schlecht war um etwas fertig zu schwitzen.

Danach folgte die längste Transfer-Strecke, zuerst recht angenehm durch die Apfel-Plantagen bis nach Göflan und dann fast 350 Hm auf der Asphaltstrasse und dann der Sonne nach oben. Im Fullface-Helm natürlich eher warm. Oben angekommen gabs natürlich eine kurze Verschnaufpause bevor wir uns auf den nächsten Trail machten. Diesen kannte ich schon vom letzten Jahr und habe mich auch wieder darauf gefreut, da er wirklich richtig Spass macht. Teils flowig mit kleinen Sprüngen aber auch etwas technischere Teile drin.

Trail Trophy Latsch 2017

Trail Trophy Latsch 2017

Nun folgte aber nochmals ein Anstieg zur letzten Stage und das auf einer teils recht steilen Schotterpiste. Und die letzte Stage war dann auch wieder gleich wie letztes Jahr, was mir gar nicht entgegen kam. Im unteren Teil reiht sich eine Spitzkehre an die andere und da bin ich wirklich nicht sauber durchgekommen.

Nach einer kurzen Rückfahrt ins Eventgelände gabs etwas zu essen und wir mussten noch kurz auf die Shuttles warten, bevor es dann recht bequem auf den Sonnenberg ging.

Dort folgten dann zwei Stages welche so auch schon recht bekannt waren, nur der Einstieg in die erste Stage war etwas anders. Anfangs recht flowig mit Anliegern und kleinen Sprüngen, später dann aber mit vielen Steinen und auch steileren Stücken, das machte richtig Spass.

Trail Trophy Latsch 2017

Die letzte Stage führte uns dann wieder über die Annaberger Böden und forderte die Beine mal wieder ordentlich. Keine richtig steilen Sachen, aber viel flow und Passagen zum treten.

Schlussendlich hiess es dann noch locker zurückrollen und ab 18 Uhr das super BBQ-Abendessen geniessen.

Sonntag – Enduro Session

Für den Sonntag war eigentlich die Enduro Session von der Tarscher Alm runter mit drei Stages geplant. Allerdings begrüsste uns das Wetter heute nicht gerade mit Sonne, sondern mit Wolken aber es war noch trocken. Wir machten uns dann trotzdem mal auf ins Eventgelände wo es hiess, dass vorerst alles gefahren wird. Durch die Änderung der Startreihenfolge (die langsamsten zuerst) gings für uns erst kurz nach 10 los und genau in dem Moment begann es ordentlich zu regnen. Wir hatten zum Glück aber noch Zeit um die Regenjacken und Hosen anzuziehen. Mit dem Shuttle wurden wir bis zur Talstation der Sesselbahn gefahren und auf dem Weg nach oben und auch beim Anstehen regnete es dann immer noch. Erst kurz bevor wir auf den Sessel konnten hörte es auf.

Bei der ersten Stage angekommen hiess es dann, dass die ersten beiden Stages angesagt sind und dass wir der Strasse nach bis zur 3. Stage fahren müssen.
Das haben wir dann auch gemacht und mussten dann aber noch eine Stunde warten, bis wir beim Start der Stage warnen. Diese machte dann zwar nochmals richtig Spass und forderte die Beine wieder, war aber halt auch wieder sehr schnell vorbei.

Schlussendlich war es sehr schade, dass wir die beiden oberen Stages (wie letztes Jahr schon) nicht fahren konnten. Die offizielle Begründung war „zu gefährlich“, was ich an einem Enduro-Rennen eher komisch finde.

Alles in allem hat die TrailTrophy aber wieder richtig Spass gemacht, auch wenn das Wetter nicht so ganz mitgespielt hat. Mit meinem Endergebnis, dem 53sten Platz in der Ride-Class bin ich allerdings nicht so ganz Happy, vor allem nachdem ich nach dem ersten Tag noch viel weiter vorne war.

Schlammschlacht an der CET Mollau 2017

Am letzten Sonntag fand die CET Mollau statt, welche der zweite Lauf dieser Serie und auch gleich mein zweites Rennen in diesem Jahr ist. Seit dem letzten Rennen in Raon l’Étape ist etwas mehr als ein Monat vergangen und ich war noch in den Ferien, insofern ist es um meine Fitness und vor allem die Fahrtechnik noch nicht sonderlich gut bestellt. Angekündet waren 5 Stages, verteilt auf ca 39 Km und 1636 Hm, insofern sicher machbar aber doch anstrengend.

Da das Wetter über das ganze Wochenende regnerisch war wollten wir nicht schon am Samstag anreisen, sondern fuhren erst am Sonntag morgen früh los. 05:15 aufstehen in Kombination mit einer Nacht schlechtem Schlaf ist für ein Rennen allerdings doch nicht ideal. Auf dem ganzen Hinweg hat es dann auch immer geregnet, manchmal mehr, manchmal weniger. Um 08:30 waren wir dann in Mollau und nachdem Fahrer und Bike bereit waren konnte ich die Startnummer ohne grosse Schlange abholen, noch kurz auf die Kollegen warten, bevor es dann kurz vor halb 10 immer noch bei Regen losging.

Während dem Uphill regnete es dann immer noch weiter, wenn auch nur leicht. Da stellte sich natürlich die Frage ob man die Regenjacke anlässt und sich vollschwitzt oder ob man sie abzieht von aussen nass wird, schlussendlich macht das aber keinen grossen unterschied. Oben angekommen hiess es aber erstmal warten da sich vor der ersten Stage eine rechte Kolonne gebildet hat. Glücklicherweise war ich mit Enduro-Schirm aber bestens ausgerüstet.

Irgendwann ging es dann aber doch los mit der ersten Stage. Wir erwartet war der Trail sehr nass, allerdings bis auf die Wurzeln erstaunlich griffig für diese Verhältnisse. Anfangs recht flowig mit einem richtig steilen Mittelteil mit engen Kurven und wurzeln darin. Dummerweise ist mir genau in dem Stück die Brille angelaufen, so dass ich anhalten musste um sie ab zuziehen. Gegen Ende gabs noch eine kurze Tretpassage welche zwar kurz und eben war, aber so schlammig, dass man kaum vorwärts kam. Schlussendlich bin ich nur mit einem kleinen Abflug runtergekommen, bin aber viel zu verhalten und zu langsam gefahren.

Dann gings weiter zur Stage 2, allerdings mit einem kleinen Ausflug zum Auto um den kaputten Reifen eines Kollegen zu wechseln. Der Aufstieg war dann aber recht lang und vor allem durch den aufgeweichten Boden und das schlammige Bike recht beschwerlich.

Auf der zweiten Stage erwartete uns wieder viel Schlamm, eine etwas längere, dafür aber nicht so schlammige Tretpassage und ein ordentliche Wurzelpassage gegen Schluss. Auch hier hatte ich leider wieder Probleme mit einer beschlagenen Brille und bin viel zu verhalten gefahren. Aber diese Bedingungen sind sowieso nicht so meins.

Die Anstiege wurden mit der Zeit immer anstrengender was sicher aus dem Kombination von weichem Boden, zugedrecktem Bike und müden Beinen kam, dafür wurde es von oben zunehmend trockener.

Die restlichen Stages machen mir zwar wieder mehr Spass zum fahren, aber richtig schnell war ich leider nicht unterwegs und habe überall zu viel Zeit liegen gelassen. Auf der letzten Stage starteten wir dann auch noch kurz vor den Profis wo ich auch einige male Platz machen musste.
Die 5. Stage wurde schlussendlich aber abgesagt, worüber ich auch nicht gerade böse war.

Schlussendlich war es aber trotzdem wieder ein spassiges Renne mit genialen Stages. Leider bin ich nicht so richtig in den Flow gekommen, was wohl am wenigen Schlaf, den Bedingungen und auch an der noch nicht so guten Fahrtechnik liegt, aber da habe ich nun Zeit bis am 18. Juni für den nächsten Lauf der CET.

Zusätzliches

Die ganze gefahrene Strecke auf Strava:

Rennbericht CET Raon l’Etape 2017

Nach der Winterpause startete ich am vergangenen Wochenende mit der Cannondale Enduro Tour in Raon l’Étape in die neue Rennsaison. Ich war im Winter recht häufig auf dem Fahrrad unterwegs, mal abgesehen von Malaga aber kaum technische Sachen gefahren. Mein Bike konnte ich wie schon erwähnt am Samstag morgen abholen, nach dem Packen reichte es dann auch noch für eine kleine Runde auf dem Hometrails um das Setup korrekt zu machen und die neuen Teile zu testen.

Transalpes BM 650B

Das Rennen in Raon ist wie CET-üblich ein blindes Rennen, man hat keine Möglichkeit die Strecken vorher zu besichtigen (eine Ausnahme war hier Stage 5, die man am Samstag Abend besichtigen konnte) und muss alles auf Sicht fahren. 5 Stages standen auf dem Programm, das bedeutet auch 5 mal hochtreten, total 30 Km und 1345 Hm waren angegeben.

Die Starteinteilung an der CET funktioniert über die Ergebnisse der letzten Rennen, da ich bisher nur ein Rennen gefahren bin habe ich die recht hohe Nummer 278 erhalten und musste dementsprechend auch recht früh starten, geplant war 08:45. Wir reisten deshalb schon am Samstag Abend an und übernachteten im benachbarten St. Die. Nach einem kurzen Frühstück gings los nach Raon und dort auch gleich zum Start um die Nummer zu holen. Da mussten wir einige Zeit warten und nachdem ich die Nummer hatte, musste ich auch recht bald an der Start.

Stage 1 & 2

CET Raon l'Etape 2017 - Schlange vor Stage 1Mit etwas Verspätung startete ich um 9 Uhr und dann gings auch erstmal hoch zum Start der ersten Stage, Erst auf einer breiten Strasse dann auf einem angenehmen Singletrail, welchen wir später noch mehrmals nutzen. Der Start von Stage 1 und 2 waren etwas speziell, da die Stages als „Dual“ geführt wurden. Das heisst auf Stage 1 und 2 startete immer ein Fahrer zur selben zeit und die beiden Strecken führten dann teilweise nebeneinander runter ins Ziel. Mit meiner geraden Nummer musste ich zuerst Stage 2 fahren und danach Stage 1. Wie üblich war vor dem Start wieder warten angesagt, bis es dann los ging.

Auf den ersten beiden Stages hatte ich ziemliche Startschwierigkeiten und bin nicht so richtig rein gekommen. Das lag zum einen sicher daran, dass dies das erste Rennen der Saison war, aber auch etwas am losen Waldboden, welcher viel griffiger war als ich vermutet hatte. Die Reifenwahl mit Shorty in Ibex war sicher richtig und damit hätte ich auch viel schneller in die Kurven rein können. Die beiden Stages waren aber super spassig und abwechslungsreich.

CET Raon l'Etape 2017 - auf der Stage 2

Nach der ersten Stage habe ich Silvan getroffen und wir sind dann den Rest vom Rennen zusammengefahren, was halt immer etwas lässiger ist als alleine. Und nach der zweite Stage gabs einen kurzen halt am Verpflegungsstand, welcher wirklich gut ausgestattet war.

CET Raon l'Etape 2017 - Verpflegungsstand

Stage 3

Zu dritten Stage gings dann den selben weg hoch wie zu den ersten beiden, danach einfach noch etwas weiter und nach einer kurzen Zeit konnten wir auch gleich starten. Die Stage begann ziemlich eben wodurch ordentlich treten angesagt war. Später wurde es dann steiler mit teilen auf bestehenden Wegen, aber auch mit vielen losen Offcamber-Teilen und kleinen Gegenanstiegen. Und gegen Schluss wieder mit viel losem Waldboden und auch einigen steilen Stücken drin, alles in allem richtig Spassig nur teilweise etwas schwierig herauszufinden wo es denn lang geht.

Stage 4

CET Raon l'Etape 2017 - Aussicht vor der Stage 4Unten angekommen folgte natürlich schon der nächste Anstieg hoch zu Stage 4. Dieser war ziemlich komplett auf einem Singletrail mit einer recht angenehmen Steigung, durch die Protektoren und den Fullface-Helm kam ich da aber schon ordentlich ins Schwitzen. Oben angekommen war die Stage aber leider noch nicht offen und wir mussten eine gute halbe Stunde warten, aber an der Sonne war das nicht so unangenehm.
Stage  4 war dann ehrlich gesagt mein Favorit, mit vielen Tretpassagen, Steinen und auch hier wieder viel losem Waldboden und steilen Stücken mit drin. Und mit 5:30 Minuten war dies auch die zweitlängste Stage dieses Rennens.

Stage 5

Schlussendlich gings dann nochmals noch oben aber zum letzten mal, anfangs auf einer Schotterstrasse später wieder auf einem Singletrail und beim Start der letzten Stage mussten wir wieder etwas warten bis sie offen war.
Stage 5 war auch die einzige die man am Tag vorher ab 17 Uhr schon mal fahren konnte, darum waren einige Sachen auch schon bekannt, wie zum Beispiel dass es am Schluss noch einen kleinen Gap-Sprung hat. Ich habe mich dann mal überraschen lassen und hatte auch auf dieser Stage richtig viel Spass. Im Gegensatz zu den anderen war diese Strecke nicht neu sondern die „Downhill-Strecke“ von Raon, und entsprechend schon recht festgefahren, mit Steinen, Switchbacks und auch einige Pedallier-Stücken. Hier spürte ich meine müden Beine und konnte nicht mehr ganz so fest treten wie gewünscht, bin aber trotzdem recht gut runterkommen.

Nach einem kurzen Transfer waren wir dann auch schon im Ziel wo wir noch etwas essen und uns ausruhen konnten, bis alle Kollegen im Ziel waren.

CET Raon l'Etape 2017 - im Ziel

Schlussendlich reichte es bei mir nur für den Platz 278 von 343 was sicher nicht das war, was ich mir erhofft hatte. Ich denke, dass ich vor allem auf den ersten beiden Stages recht viel verloren habe und allgemein einfach zu verhalten unterwegs war.
Aber Hauptsache, es hat richtig Spass gemacht. Das Bike hat sich auch super geschlagen und die neuen Teile haben problemlos funktioniert, so muss es immer sein.
Das Rennen war wie schon mein letztes der CET in Sainte Marie genial mit richtig spassigen Trails, Verpflegung und glücklicherweise auch bestem Wetter. Das nächste Rennen ist die CET in Mollau, worauf ich mich auch schon wieder freue!

CET Raon l'Etape 2017 - Transalpes BM 650b

Zusätzliches

Die ganze gefahrene Strecke auf Strava

Und ein schön gemachter Film des Rennens

CET Sainte Marie aux Mines 2016, letztes Rennen der Saison

Nachdem ich sehr viel gutes über die Cannondale Enduro Tour gehört habe, wollte ich dieses Jahr auch einige Rennen fahren. Von insgesamt vier Rennen konnte ich mich aber leider nur für eines anmelden, was etwas schade war, da die Rennen einen sehr guten Ruf haben. Die Rennen finden alle in den Vogesen statt und sind jeweils nur ein einem Tag ohne Training. Ich bin aber schon am Samstag mit Roger angereist, zum einen da der Start recht früh am morgen ist und auch weil wir am Samstag noch ein bisschen in Saint Dié Biken wollten.

Am Sonntag gings dann bezeiten aus den Federn und mit dem Auto hoch zum Col des Baganelles. Im Gegensatz zu den meisten mir bekannten Rennen startete die CET nicht im Tal und man wurde hoch geshuttelt, sondern der Start war oben und am Schluss wurde man mit dem Bus hochgeshuttelt. Alles an sich kein Problem, nur Sanitäreinrichtugen waren leider nicht vorhanden, was besonders am morgen wirklich gut gewesen wäre.

Wir starteten am ca 09:15 und von dort gings dann erstmal ein bisschen hoch, eigentlich schön um noch etwas warm zu werden. Ein direkten Einstieg in die Downhills ist ja jeweils etwas hart. Beim Start der ersten Stage mussten wir noch etwas warten, schliesslich wollten alle da runter.

Die Stages waren alle gut fahrbar ohne extrem schwierige Stellen und sie machten auch richtig Spass. Mein Problem war mal wieder das fahren auf Sicht, da fahre ich üblicherweise einfach viel zu verhalten. Auch wenn sich die Sonne kaum zeigte, hat das Wetter auch recht gut mitgespielt. Die Temperaturen lagen im angenehmen Bereich und Regen war auch nicht in Sicht. Die Trails waren staubtrocken, dadurch aber auch etwas rutschig.

Insgesamt gab es so fünf Stages zu bewältigen, die alle richtig Spass machten. Leider habe ich mich auch zwei mal lang gemacht, aber abgesehen von der verlorenen Zeit, einigen Prellungen und verlorenem Stolz war nichts passiert.

Die CET Rennen kann ich mit bestem gewissen Gewissen weiterempfehlen, die Trails und die Organisation ist echt super, auch schön sind die Verpflegungsstände unterwegs. Eine gewisse Kondition ist aber nötig, wir sind gut 40 Km und 2000Hm gefahren.

Bike Attack 2016

Mit der Bike Attack bin ich im Jahr 2012 mein erstes richtiges Mountainbike Rennen gefahren und habe seither kein Jahr ausgelassen. Dieses Jahr sollte da natürlich keine Ausnahme darstellen. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren fand das Rennen aber ende und nicht anfangs August statt und an der Streckenführung würde auch etwas geschraubt.
Der Wetterbericht sah für die ganze Woche super aus, Sonne pur und hohe Temperaturen und darum gings dann auch schon am Donnerstag früh los um die Strecke etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Das Bike hatte ich bereits bereit und frisch geputzt für das Training nur ich selber hatte seit anfangs Woche mit dem Husten zu kämpfen und hoffte natürlich, dass dieser bis spätestens auf die Quali weg ist.

Training

Ich ging wir üblich schon am Donnerstag hoch auf die Lenzerheide um genug Zeit zu haben um die Strecke an zu sehen, besonders jetzt da sie ja auch etwa geändert hat. Da lohnt es sich schon sich Zeit für die Streckenbesichtigung zu nehmen und so einige gute Linien zu finden. Das Wetter zeigte sich einmal mehr von der besten Seite.
Ich hatte mir einen RockRazor am Hinterrad montiert, da ja alles so trocken war, nur überlebte dieser die erste Abfahrt vom Rothorn nicht. Offenbar habe ich da einen grossen Stein erwischt und der Pneu hatte einen Schlag und dichtete so nicht mehr richtig ab.

Die Strecke war ab der Mittelstation Scharmoin bis nach Valbella anders, sonst ziemlich gleich. Anstatt dem Umweg über die Talstation und dem Anstieg danach gings nun direkt von der Mittelstation runter nach Valbella, dies hauptsächlich über Wiesen mit einigen ausgesteckten Toren.
In der Halfpipe etwas oberhalb der Mittelstation waren die Tore aber etwas sehr knapp an der Strecke ausgesteckt, was mir am Donnerstag mal zu Verhängnis wurde und mit dem Lenker bin ich hängen geblieben. Aber abgesehen von einigen Prellungen ist nichts passiert.

Bike Attack 2016 - Training 07

Am Freitag Abend hatten ich meine Linien dann gefunden und war soweit bereit für die Qualifikation am Samstag.

Qualifikation

Am Samstag war es dann soweit die Qualifikation stand auf dem Programm. Da ich am Donnerstag und Freitag genug Zeit fürs Training hatte wollte ich vor der Quali keinen Trainings-Lauf mehr machen sondern mich schonen. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite, Sonnig und schön warm. So gings dann gegen Mittag hoch zur Mittelstation. die Änderung, dass der Start nicht mehr auf dem Rothorn ist, macht das Ganze schon etwas entspannter.
Kurz nach 14 Uhr war es soweit und ich war an der Reihe und ich gab da mein bestens. So bin ich auch recht gut runter gekommen, spürte die Erkältung aber noch leicht. Besonders beim treten hatte ich das Gefühl, dass nicht soviel Luft kommt wie üblich.

Bike Attack 2016 - Quali
Bike Attack 2016 - Quali
Bike Attack 2016 - Quali

Schlussendlich kam ich so auf den 77 Platz, was sicher nicht das war, was ich erhofft hatte. Das Ziel war ein Platz unter den ersten 50 und davon war ich doch recht weit entfernt. Somit war das Ziel für den Sonntag aber klar: Vollgas!

Bike Attack 2016 - Quali 04

Rennen

Das Konzept der Bike-Attack ist nach wie vor unverändert, anhand der Platzierung wird man in den Startblock eingeteilt und je früher man oben ist, desto weiter vorne im Block kann man das Bike platzieren. Also gings dann wieder in aller Herrgottsfrühe auf die Bahn aufs Rothorn um das Bike zu Platzieren, und da musste ich mich schon mit der zweite Reihe begnügen.

Nach dem Frühstück im Hotel und einiger Zeit Entspannung gings dann nochmals hoch aufs Rothorn wo inzwischen sehr viele Bikes waren. Nach dem Start der Frauen um 12:30 stieg die Nervosität langsam an.

Um 13 Uhr gings dann los und die Masse stürzte sich in die Tiefe. Der Start war noch nie meine Stärke, aber diesmal bin ich verhältnismässig gut duchgekommen.

Bike Attack 2016 - Race
Bike Attack 2016 - Race

29.00,7 Minuten stäter überquerte ich dann die Ziellinie als 54igster. Das Ziel knapp verfehlt, aber näher dran als in der Qualifikation und somit doch recht zufrieden. Obwohl die Strecke kürzer als bisher war und auch weniger Höhenmeter hatte, war das Rennen doch wieder ordentlich anstrengend und hat doch Spass gemacht.

Alles in allem hat mir die neue Qualifikationsstrecke von der Mittelstation bis nach Churwalden sehr gut gefallen, da man auch ordentlich treten musste, die Rennstrecke hätte aber durchaus etwas längerer sein dürfen.
Aber mal schauen wie die Strecke im 2017 aussieht, da wurden ja einige Veränderungen angekündigt.

Trail Trophy Flims-Laax 2016

Nach einigen Jahren in der Lenzerheide fand die Trail Trophy dieses Jahr zum ersten mal in Flims Laax statt was für eine schöne Abwechslung in dieser Rennserie führen sollte. Der Wetterbericht sah zumindest für den Freitag und den Samstag ganz gut aus, am Sonntag war aber etwas Regen angesagt.

Freitag – Trail Session

Wie üblich ging es am Freitag erst kurz nach Mittag los. Bei bestem Wetter standen drei eher kurze Stages im Flimserwald auf dem Programm, alles ohne Bahnunterstützung. Die Trails im Flimserwald kannte ich bisher noch nicht, darum war da schön fahren auf Sicht angesagt.

Leider brauchte ich etwas Zeit um in den Rennmodus zu kommen, bei drei kurzen Stages ist das natürlich nicht ideal. Ich bin aber überall gut und ohne Sturz runtergekommen, natürlich gab es auch einige verbremser oder Stellen wo ich viel schneller hätte fahren können.

Für eine Abkühlung in einem kühlen Bergsee hat es nicht gereicht, dafür durften wir die schönen Trails geniessen.

Nach der schönen Trailrunde im Flimserwald war dann etwas ausruhen und Sonne geniessen angesagt, denn am Abend stand noch die Night Session auf dem Programm. Kurz nachdem es dunkel war wurden die ersten Fahrer auf die Strecke geschickt. Der Trail begann etwas oberhalb der Talstation Murschetg und die Abfahrt mussten wir uns zuerst noch mit hochtreten verdienen. Den Trail bin ich vor einigen Jahren mal an der European Enduro Series gefahren, viel ist davon aber auch nicht geblieben und im dunkeln sieht es ja auch immer anders aus. So bin ich aber trotzdem recht gut durchgekommen.

Samstag – Enduro Session

Der Samstag begrüsste uns wieder mit strahlendem Sonnenschein. Das war natürlich ideal da dies auch der längste Tag der TrailTrophy ist und wir doch einige Zeit unterwegs sein werden.
Der Start war diesmal nicht in Murschetg sondern in Flims bei der Talstation von wo uns die Bahn hoch zum Start vom Runca Trail brachte. Dieser, bzw ein Teil davon wurden dann auch gleich für die ersten beiden Stages genutzt.

Danach war aber wieder etwas hochtreten angesagt, auch wenn es nicht so viel war kam ich trotzdem richtig ins schwitzen, der Weg war auch recht steil und die Sonne schien schön auf uns  nieder. Mit der Seilbahn gings dann aber den Rest hoch zum Grauberg wo noch ein kurzes Transfer-Stück nach Nagens gefahren werden musste. Dort gabs dann aber eine schöne Stärkung im Restaurant.

Trail Trophy Flims - Tag 2 - 04

Nun gings eher unangenehm weiter denn von Nagens mussten wir auf der Kiesstrasse hoch zum Vorab pedallieren. Nicht wirklich steil aber halt immer an der Sonne und doch auch lange genug.

Die Stages vom Vorab runter liessen die Strapazen aber schnell vergessen und waren vom feinsten. Oben schön hochalpin, auch mit einer Querung eines Schneefeldes und vielen Steinen, weiter unten dann auf schönen Trails durch die Kuh-Wiesen.

Auf einer Transfer-Strecke habe ich dann aber mal einen Stein mit dem Hinterrad ganz unglücklich erwischt, so dass die Luft sofort draussen war. Da hilft weder Tubelesse noch ein MaxSalami. Und das trotz der EDC-Karkasse vom Onza Reifen. Aber ich war froh, dass das auf der Transfer-Etappe passiert ist.

Die restlichen Stages konnte ich so noch immer gut aber etwas vorsichtiger fahren, da der Schlitz im Reifen schon recht lange war.

Trail Trophy Flims - Tag 2 - 14

Sonntag – Trail Session

Der Wetterberich für den Sonntag war ja schon nicht so rosig und das hat sich dann auch bestätigt, Wolken hingen über den Bergen und teilweise goss es wie aus Kübeln. Ich hatte da aber recht glück denn just in dem Moment als ich zum Start musste, hörte es auf zu Regnen.

So gings dann sowieso zuerst mal mit der Seilbahn hoch auf den Crap Sogn Gion und von dort noch etwas weiter hoch. Auf dieser Abfahrt gab es nur eine Stage diese aber auf einem Trail den ich schon kannte und auch gerne fuhr. Heute zwar mit etwas nassem Boden aber wirklich rutschig war es nicht. Nach der Stage mussten nochmals ganz runter nach Murschetg und dort wieder auf die Bahn zum Crap.

Zum Schluss folgten noch zwei Stages auf dem feuchten Never-End den ich auch schon kannte.

Alles in allem hat die TrailTrophy wieder mal richtig Spass gemacht und die Trails waren auch super, auch wenn die Stages für mich durchaus etwas länger hätten sein dürfen. So reichte es mir auf den Platz 17 in der Pro Class was ganz Ok ist.

Megavalanche 2016

Leider etwas verspätet, aber besser als nie: Mein Rennbericht von der diesjährigen Megavalanche in der Alpe d’Huez.
Da an der Megavalanche bis zu 2000 Fahrer(innen) teilnehmen können und man die ja nicht alle gleichzeitig auf die Strecke schicken kann, gibt es mehrere Qualifikations- und Rennläufe. Die Qualifikationsläufe (11 an der Zahl) finden am Freitag statt, die Rennläufe (7 Stück) dann jeweils am Samstag und Sonntag. Da die Strecken recht lang sind und die Qualifikationsstrecke nicht dieselbe wie die Rennstrecke ist entschieden wir uns dafür schon am Dienstag an zureisen um und so schon bequem vorbereiten zu können. So gings am Dienstag morgen früh zu dritt los und 5-6 Stunden später kamen wir auch in Alpe d’Huez an.

Training

So reichte es noch für zwei, drei Abfahrten, auch wenn das Wetter noch nicht ganz wie erhofft war. Teilweise leichter Regen und doch noch eher kalt, aber die Wetteraussichten versprachen Besserung.

Schon am Abend riss die Wolkendecke auf und die Sonne kam doch noch zum Vorschein.

Auch am nächsten Tag zeigte sich das Wetter von der besten Seite und wir nutzten die Gelegenheit gleich um ganz nach oben auf den Pic-Blanc zu fahren. Also los in die Bahn und noch ein mal umsteigen bevor wir auf 3300 Metern über Mehr die Gondel verliessen und den oberen Teil der Rennstrecke etwas ansehen konnten.

Dies ist der Start der Rennstrecke mit einem Massenstart von ca 300-400 Fahrern die alle Gleichzeit los möchten. Wir waren da mal froh, noch im Training zu sein, denn in der Piste gab es schon ordentliche Spurten und an ein schnelles Fahren war nicht zu denken.

Weiter unten kamen hatten wir dann endlich wieder festen Boden unter den Reifen, zwar mit einigen kleinen Schneefeldern gespickt aber im Gegensatz zu vergangenen Jahren waren es recht wenige. Dafür natürlich alles loses Geröll wo man gut auf die Linie achten sollte um keinen Platten einzufangen.

Weiter unten wird der Trail dann immer flowiger, führt etwas oberhalb von Alpe d’Huez durch und dann runter nach Allemont. Diesen Teil sollte man aber auch nicht unterschätzen, zum einen hat es noch einige steile Stellen im Wald und man ist auch noch einige Zeit unterwegs.

Mit der Bahn gings dann hoch zum Dôme des Rousses, wo der Start der Qualifikationsstrecke ist.

Oben lag noch immer etwas Schnee, der Startbereich war aber schon gut geräumt, nur etwas weiter unten gab es noch einige Schneefelder auf der Strecke.

Auf der Strecke gab es aber noch einige Änderungen zu den vergangenen Jahren welche mir teils etwas besser, teils etwas schlechter gefielen. Schade war zum Beispiel, dass das Ziel diesmal in Alpe d’Huez und nicht unten in Huez war, wodurch ein schöner flowiger Singletrail weg viel.

So kamen dann doch einige Tiefenmeter zusammen und wir gingen den Rest des Tages dann auch noch locker an.

Der Donnerstag war dann der Tag vor der Qualifikation, da wollten wir auch nicht mehr zu viel machen, fuhren aber die Quali-Strecke, bzw Teile davon noch einige Male bevor wir es uns am Nachmittag gemütlich machten und die Bikes noch fertig für das Rennen machten.

Qualifikation

Am Freitag gings dann erstmal um die Wurst, die Qualifikation stand vor der Tür. Es starten jeweils maximal 150 Fahrer in einem Block, also Nummer 1-150 im ersten, 151-300 im zweiten usw. Ich habe die Nummer 1703 gefasst und war somit der 103te Fahrer im neunten Startblock, also nicht gerade in der Pole-Position.
Um zum Start zu kommen war erst ein kleiner Transfer nötig und danach noch viel Geduld an der Warteschlange für die Bahn. Obwohl ich richtig früh war, wurde es am Schluss doch noch etwas eng für den Start.

Kurz nach 12 Uhr viel dann (nach dem üblichen Einheizen mit Alarma) auch der Startschuss. Beim Start bin ich leider nicht übermässig gut weg gekommen, habe aber auch nicht viel verloren und konnte dann meine Aufholjagd starten, auch wenn es mit den vielen Singletrails schwierig ist zu überholen.

Megavalanche 2016 - Quali
Megavalanche 2016 – Quali

So bin ich schlussendlich nach 23:55 Minuten auf dem 38ten Platz ins Ziel gekommen, zwar ziemlich fertig aber glücklich es geschafft zu haben.
Die Einteilung der Rennen funktioniert an der Mega über die Platzierung mit mit dem 38sten Platz bin ich so genau in die erste Reihe des Challenger Rennens (der zweit-schnellsten gefahren).

Für den Rest des Nachmittags war dann nur noch Bike- und Körperpflege angesagt.

Rennen

Das Challenger-Rennen findet jeweils am Samstag-Morgen statt, gleich nach den E-Bikes und den Damen. Da ich ja wusste, dass ich aus der ersten Reihe auf einem Gletsch und mit gut 300 Fahrern hinter mir starten muss war ich auch ordentlich nervös und habe nicht sonderlich gut geschlafen. Dazu kam noch, dass ich um 6 Uhr bei der Bahn nach oben sein musste, also hiess es kurz nach 5 Uhr aufstehe, anziehen und Frühstücken. Danach mit der Bahn ganz nach oben und nervös warten bis es endlich mal los geht. Immerhin war die Aussicht ganz gut, aber die Piste sah spiegelglatt aus.

Rennen

Irgendwann wurden die Namen dann mal aufgerufen und wir konnten einstehen bzw die Bikes bereit legen, denn vor uns starteten noch die E-Bikes (09:00) und die Damen (09:15). Vor unserem Start um 09:30 war ich dann ordentlich nervös, vor mir ein steiler Abhang mit Schnee, hinter mir eine Horde Biker, von denen jeder wohl vor mir unten sein möchte.

Rennen

Der Startschuss fiel dann pünktlich um 09:30 und schon wenige Sekunden später lagen schon alle auf dem Boden. Der Schnee war recht aufgeweicht und hatte von den E-Bikes und Damen auch ordentliche Spuren drin, wodurch (fast) jeder zum Fall kam. Ich habe mich leider mit anderern Fahrern verheddert und habe dadurch recht viele Plätze verloren. Um so glücklicher war ich, als ich wieder festen Boden unter den Reifen hatte und guten fahren konnte. Danach konnte ich immer wieder andere Fahrer überholen und es ist mir recht gut gelaufen. Durch die vielen Singletrails steckte ich natürlich auch etwas im Stau.

Megavalanche 2016 - Race
Megavalanche 2016 – Race

Nach einer Stunde und 39 Sekunden bin ich dann endlich ziemlich erschöpft unten im Ziel angekommen und war recht erstaunt, als die Tafel da den Platz 20 angegeben hatte, das hätte ich nicht erwartet. Vor allem ist es im Chaos ganz am Anfang sowieso schwierig den Überblick zu behalten, aber offenbar habe ich unten recht viele Plätze wieder gut machen können. Für mich ist das natürlich ein absolut geniales Ergebnis mit welchem ich sehr zufrieden bin.

Alles in allem war die Megavalanche dieses Jahr ein super schönes Rennen. Das Wetter hat bestens mitgespielt, das Bike hat keine Probleme und das Fahren hat auch immer Spass gemacht.
Vielen Dank an dieser Stelle an alle dies das Möglich gemacht haben, Stuffi und Börgi für die Organisation und die Begleitung, Transalpes für das super Bike und an Local Outerwear für die schönen Kleider.